Archive for the 'Immobilien Berlin' Category
„Frischer Wind in den Spreehöfen“
Aus: Immobilien Zeitung
Vom: 12.08.2010
Autor: Martina Vetter (mv)
„Mehr als zehn Jahre lang dümpelten die Spreehöfe in Berlin-Oberschöneweide vor sich hin. Der Gebäudekomplex an der Wilhelminenhofstraße, Ecke Edisonstraße wurde zwangsverwaltet und schließlich von Hudson Advisors gekauft. Vor zwei Jahren wiederum erwarb die Leipziger CG-Gruppe das einstige Fabrikgebäude und entwickelte ein Konzept zur Revitalisierung. Seither hat sich in den Spreehöfen einiges getan.
Der Hausmeister ist eine echte Berliner Marke. Ein wenig schnodderschnauzig und mit etwas ruppigem Auftreten erweist er sich aber als hilfsbereit und freundlich. Er öffnet die Tür zum Büro der CG-Gruppe in den Spreehöfen. Aus dem fensterlosen Korridor, in dem es nach kaltem Nikotin riecht, tritt man ein in ein improvisiertes Kontor mit verschlissenem grauen Nadelfilz und großen Fabrikfenstern. Draußen rumpelt der Lastenaufzug unaufhörbar und durchbricht die Stille, die sich ausbreitet, nachdem der Hausmeister verschwunden ist, um einen Kaffee zu holen. Nach einer Weile kommt er mit einem geriffelten hellbraunen Plastikbecher zurück, der mit einer schwarzen Brühe gefüllt ist, stellt den Becher auf den Tisch und verabschiedet sich.
Kurz darauf treten zwei gut gekleidete Männer in den Raum. Ihre schicken Anzüge wollen so gar nicht zu den billigen Pressspanmöbeln des Büros passen. Vielmehr entspricht ihr Auftreten der vornehmen Villa im Graphischen Viertel von Leipzig, in der die CG-Gruppe ihren Sitz hat.
„Jedes Gebäude hat eine Seele“
Die beiden Männer sind CG-Chef Christoph Gröner und sein Vertriebsleiter Rainer Kuchenbrod. Sie verschwenden keine Zeit in dem wenig eiladenden Büro und beginnen gleich mit der Führung durch die Anlage und den Hofbereich. „Jedes Gebäude hat eine Seele“, sagt Christoph Gröner, „man muss sie nur entdecken.“ Und dazu brauche es mitunter einen zweiten Blick. Doch gerade für den hätten Banken keine Zeit und würden sich deshalb mit der Finanzierung von heruntergewirtschafteten Immobilien wie den Spreehöfen nicht beschäftigen. Doch davon lässt sich ein Mann wie Gröner nicht abschrecken. Nicht nur in Leipzig-Plagwitz hat er bewiesen, dass nach gründlichem Schliff ein marodes Gebäude wieder erstrahlen kann und sich für vernünftige Preise und mit dem richtigen Konzept auch Mieter finden lassen.
So sind die auf Altbausanierung spezialisierten Fachfirmen, die zur CG-Gruppe gehören, auch in den Spreehöfen bereits eifrig am werkeln und bringen die Fabriketagen wieder auf Vordermann. Im Erdgeschossbereich des an der Spree gelegenen Flügels ist die Arbeit schon getan und vom Muff des Seitenflügels an der Wilhelminenhofstraße nichts zu spüren. Im Juni dieses Jahres hat hier die White Lounge eröffnet, eine bereits etablierte, auf das Ausrichten von Feierlichkeiten spezialisierte Lokalität, die in den Spreehöfen neue und größere Räume fand. Bootsanleger und Blick bis zum Fernsehturm von der Terrasse aus inklusive. Die erste Hochzeit fand Anfang Juni statt, und die Inhaberinnen der White Lounge sind zufrieden mit ihrem neuen Standort.
„Hochzeitsgäste und Studenten“
Und wie schon in den Plagwitzer Gewerbehöfen versteht es Christoph Gröner bestens, Verbindungen zu knüpfen: Die Betreiberinnen der White Lounge wären bereit den Frühstücksservice für das geplante Boardinghouse zu übernehmen, erzählte er. Im Boardinghouse wiederum könnten einige exklusiv gestaltete Räume für Hochzeitsgäste entstehen, die im Haus nicht nur feiern, sondern auch übernachten wollen. Hauptsächlich aber zielt Gröner mit dem Boardinghouse-Konzept auf die Studenten der nahe gelegenen Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) ab. In den möblierten Ein- bis Dreiraum-Appartements mit Bad, Pantry und Mosaikparkett könnten Studenten oder Dozenten der Uni kurz- oder auch längerfristig unterkommen. Auch Studenten-WGs wären denkbar. Bis zu 115 m² große Einheiten mit drei bis vier Zimmern könnten dafür in den Fabriketagen entstehen.
Derzeit laufen die Verhandlungen mit mehreren potenziellen Bordinghouse-Betreibern. Aber wenn man sich mit niemandem handelseinig werde, sei es durchaus denkbar, dass die CG die Einrichtung mit einer Kapazität von etwa 100 Betten selbst unterhält. Untergebracht werden soll das Boardinghouse in der vierten und fünften Etage des Komplexes und zwar zum einen in dem zur Spree gelegenen Flügel und zum anderen in Teilen des zur Edisonstraße ausgerichteten Gebäudeteils. 2.400 m² stehen dort zur Verfügung. Optional könnten weitere rund 1.600 m² im dritten Stockwerk hinzukommen.
Boardinghouse und White Lounge sind indes nur ein Standbein des Konzepts zur Revitalisierung der Spreehöfe. Eine weiteres soll ein Ärztezentrum sein. Sechs Fachärzte waren bereits vor der Übernahme durch die CG-Gruppe in dem Gebäude angesiedelt. Weitere Fachmediziner der Bereiche Augen-, Kinder- und HNO-Heilkunde, Gynäkologie und Orthopädie sollen hinzukommen. Bis es so weit ist, werden die vorhandenen Flächen bei laufendem Betrieb modernisiert und den Erfordernissen eines Ärztehauses entsprechend gestaltet. Dazu gehört auch eine einheitliche Beschilderung und ein übersichtliches Leitsystem, das Besuchern hilft, den richtigen Eingang in dem lang gestreckten Gebäude mit den beiden Seitenflügeln an der Spree und der Wilhelminenhofstraße zu finden. Das ist derzeit nämlich gar nicht so einfach.
„Die Banken winkten anfangs ab“
Inklusive Ankauf steckt die CG-Gruppe bzw. die für die Spreehöfe gegründete Projektgesellschaft 10 Mio. bis 12 Mio. Euro in die zeitgemäße Umgestaltung der Spreehöfe. Über sechs Etagen verteilen sich 16.000 m² Nutzfläche. Als die CG das Objekt übernahm, stand die Hälfte der Flächen leer und 1.500 m² waren gekündigt. Inzwischen sind nach Angaben von Gröner 4.000 m² neu vermietet. Die bestehenden Verträge über weitere 6.000 m² hat er persönlich mit den Altmietern neu verhandelt. Darauf lege er großen Wert, denn das Vertrauen der Mieter sei nach der Vorgeschichte ziemlich erschüttert gewesen. „Viele haben nur darauf gewartet, dass endlich was passiert, und freuen sich über die Modernisierung“, sagt er. Mancher Mieter habe im Zuge der Neuverhandlung der Verträge auch seine Flächen erweitert.
Das Haus mit einem Großmieter zu füllen oder gar ein Luxushotel an diesem Standort zu realisieren, wie es andere vor ihm versuchten, ist keineswegs in seinem Sinn: „Mir sind 78 kleine Mieter lieber als ein großer.“ Auf diese Weise sei die Finanzierung des Projektes gesichert und hänge nicht gleich am seidenen Faden, wenn ein Mieter nicht zahlungsfähig ist. Den Ankauf hat Gröner zunächst aus eigener Tasche finanzieren müssen. Erst nachdem er langfristige Verträge über 10.000 m² in der Tasche hatte, klappte es mit der Fremdfinanzierung. Stück für Stück sollen in den nächsten Monaten die weiteren Flächen vergeben werden. Der Einzelhandels- und Freizeitbereich, unter anderem mit einer Postfiliale und einem Tanzstudio als Mieter, soll dabei weiter ergänzt werden. Etwa durch einen Waschsalon oder eine Bäckerei, die das Boardinghouse prima ergänzen würden, oder auch durch ein kleines Businesscenter, in dem Firmen, die durch Ausgründungen der HTW entstehen, günstig mieten könnten. Zwischen 6,50 Euro/m² und 8,50 Euro/m² verlangt Gröner für Büroflächen. 15 Euro/m² bis 20 Euro/m² kosten Ladeneinheiten.
Gröner ist überzeugt, dass dieser Standort im Südosten von Berlin ein gutes Potenzial at. Die Ansiedlung der HTW hat den zum Bezirk Treptow-Köpenick gehörenden Standort Oberschöneweide schon erheblich aufgewertet. Die Eröffnung des nahen Großflughafens BBI verspricht weiteren Aufschwung in dem lange vernachlässigten Teil der Hauptstadt, dem die Berliner mit ihrem trockenen Humor den Beinamen Oberschweineöde verpasst haben. “
„Frischer Wind in den Spreehöfen“
Aus: Berliner Woche
- Ausgabe Treptow (18. Kalenderwoche, Seite 6 ),
- Ausgabe Köpenick (18. Kalenderwoche, Seite 8 ).
Vom: beide 05.05.2010
Autor:
„Es tut sich was
Spreehöfe aus dem Dornröschenschlaf erwacht / CG Gruppe investiert
OBERSCHÖNEWEIDE. Es tut sich was in den Spreehöfen. Nach Jahren der Zwangsverwaltung erwachen die Gewerbehöfe aus ihrem Dornröschenschlaf.
Der Gebäudetrakt auf dem Areal an der Ecke Edisonstraße und Wilhelminenhofstraße wurde im September vergangenen Jahres durch die Spreehöfe GmbH & Co.KG, ein Unternehmen der CG Gruppe, erworben. Die CG Gruppe ist eine bundesweit agierende Unternehmensgruppe der Immobilienwirtschaft. Seit mehr als 15 Jahren entwickelt und realisiert sie Wohn- und Geschäftshäuser sowie Globalprojekte. Das Metier des Unternehmens ist das komplexe Erschließen meist denkmalgeschützter Wohn- und Gewerbestandorte, die durch Einzigartigkeit und exponierte Lage bestechen. Dabei begleitet die CG Gruppe den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie – vom Bau- und Nutzungskonzept über die Umsetzung bis hin zur Vermarktung und Verwaltung. Bis Christoph Gröner, Geschäftsführer der CG Gruppe, im Jahre 2009 den Zuschlagsbeschluss für die Spreehöfe in den Händen hielt, hatte er sich bereits viele Jahre mit der Liegenschaft beschäftigt und den Standort intensiv beobachtet und analysiert. Das imposante, gründerzeitliche Gewerbeobjekt mit seinem charakteristischen Fabrikcharme blieb ihm immer „im Hinterkopf“. Ausschlaggebend für den Entschluss zum Ankauf waren letzlich positive Faktoren, die in erheblichen Maße zur Aufwertung des Standortes beitragen, so der Ausbau des Flughafens Berlin-Schönefeld zum neuen Airport Berlin Brandenburg International (BBI) und die Neuansiedlung der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in unmittelbarer Nähe.
Im Zuge der Restrukturierung wird die CG Gruppe umfangreiche Mittel in das Objekt investieren. Im Rahmen dieser Maßnahmen plant das Unternehmen ein Hostel für Studenten und Kurzmieter mit ca. 100 Einheiten. Zudem soll das bestehende medizinische Versorgungsangebot (Zahnärzte, Allgemeinmedizin, Radiologie, Chirurgie und Physiotherapie) durch weitere Praxen ergänzt werden. Die restlichen Flächen werden neuen Mietern von Büro- und Gewerberäumen zur Verfügung gestellt. Gröners Vision ist es, ein funktionierendes Stadtteilzentrum zu entwickeln, welches Handel, Dienstleistung und Freizeit optimal verknüpft und zu einer Verbesserung des Angebotes für Stadtteilbewohner beiträgt.
Aktuell wird in den Spreehöfen die Gastronomiefläche an der Spree erweitert und modernisiert. In Kürze wird dort unter neuer Regie eine Eventlocation für Hochzeiten und Feierlichkeiten aller Art eröffnen. Ausschlaggebend für die Entscheidung zum neuen Standort „Spreehöfe“ waren für die Betreiber der Gastronomie sowohl die Lage am Wasser, die Spreeterrasse, die hauseigene Anlegestelle für Fahrgastschiffe sowie die vorhandenen Parkmöglichkeiten am und im Objekt.“
„Umbau ehemaliger Textilfabrik in Berlin-Lichtenberg
zu Loftwohnungen und Appartements in vollem Gange“
Aus: eigene Pressemitteilungen
Vom: 12.07.2010
Autor: Juliane Böhme
„Die zur CG Gruppe gehörende Lichtenberger Loft GmbH & Co.KG baut derzeit die einstige Fabrikationsstätte des VEB „Fortschritt“ Herrenbekleidung zu über 150 Mietwohnungen um.
Der Gebäudekomplex der ehemaligen DDR-Textilfabrik VEB „Fortschritt“ Herrenbekleidung in der Berlin-Lichtenberger Möllendorffstr. 7-9 erhält nach Jahren des Verfalls eine neue Nutzung. Die rund 15.000 m² großen Flächen in den einstigen Produktions- und Verwaltungsgebäuden werden zu großzügigen Loftwohnungen und modernen Appartements umfunktioniert. Seit April 2010 führt die zur CG Gruppe gehörende Firma Lichtenberger Loft GmbH & Co. KG die nötigen Abbruch- und Sanierungsmaßnahmen auf dem Gelände durch.
Die geplanten Wohnungsgrößen in den fünf- bzw. sechsstöckigen Gebäuden variieren im Schnitt zwischen 25 und 190 m² und sind somit sowohl für Alleinstehende, Pendler, Senioren und Studenten wie auch für Familien, Kreative und Individualisten optimal geeignet. Die Mieteinheiten zeichnen sich durch eine hochwertige Ausstattung mit edlem Parkett, zeitgemäßen Raumteilern, modernen Fliesen und Einbauküchen aus. Alle Wohnungen verfügen zudem über einen Balkon. Die Loft- und Appartementhäuser werden mit mehreren Aufzügen ausgestattet, die historischen Bauteile im Innern werden fachgerecht aufgearbeitet. Für die künftigen Mieter wird es ausreichend (Tiefgaragen-)Stellplätze geben. Die Bezugsfertigkeit soll im Frühjahr 2011 erreicht werden.
Die Gesamtinvestition für den Umbau der beiden Bestandsgebäude beträgt ca. 19 Mio. Euro. Für weitere 16 Mio. Euro sind auf dem Gelände Neubauten mit einer Gesamtwohnfläche von ca. 10.000 m² geplant.
Kurzporträt CG Gruppe
Die CG Gruppe ist eine deutschlandweit agierende Unternehmensgruppe in der Immobilienwirtschaft. Seit mehr als 15 Jahren begeleitet die CG Gruppe ganzheitlich den gesamten Lebenszyklus von Immobilien – von der Entwicklung über die bauliche Umsetzung bis hin zur Vermietung und Verwaltung.
Ein Projekt der
CG Gruppe Querstr. 25 04103 Leipzig
Beteiligtes Architekturbüro
Homuth & Partner Architekten Prinz-Eugen-Str. 31 04277 Leipzig
Pressekontakt
CG Gruppe Juliane Böhme Querstr. 25 04103 Leipzig Tel.: 0341/2 69 20 90 Fax: 0341/2 69 20 99 juliane.boehme@cgimmobilien.de “„Loftleben jenseits von Prenzlauer Berg“
Aus: Immobilien Zeitung
Vom: 09.04.2009
Autor: Martina Vetter (mv)
„Ausgerechnet in Berlin-Lichtenberg will die Leipziger CG-Gruppe in den alten Gemäuern einer ehemaligen Fabrik Wohnungen mit Loftcharakter schaffen. Die gibt es bisher vorzugsweise in angesagten Kiezen wie in Prenzlauer Berg oder Friedrichshain-Kreuzberg. Doch dort ist der Markt überhitzt, und die Möglichkeiten, neue Projekte zu realisieren, sind eingeschränkt.
Lichtenbergs Bürgermeisterin Christina Emmrich (Die Linke) und Baustadtrat Andreas Geisel (SPD) sitzen freudig am Besprechungstisch im Rathaus. Kurz zuvor hat Christoph Gröner, Chef der Leipziger CG Gruppe, gemeinsam mit Rainer Kuchenbrod vom Allgemeinen Immobiliendienst, der für den Verkauf von Eigentumswohnungen zuständigen Tochter der CG, ihnen das Konzept für die Umnutzung der ehemaligen Bekleidungsfabrik in der Möllendorffstraße 7-9 vorgelegt. Der gebürtige Karlsruher Gröner ist einer, der schnell zur Sache kommt und nicht nur redet, sondern auch handelt. Und das am liebsten, sobald er ein neues Objekt gekauft hat.
Während das in der Vergangenheit vornehmlich in Leipzig geschah, fiel dieses Mal die Wahl auf ein Objekt in Berlin-Lichtenberg. Der Bezirk, dem nach der Wende vor allem rechtsradikale Jugendliche und gesichtslose Plattenbausiedlungen ein negatives Image verpassten, war bislang nicht gerade die erste Wahl der Investoren. Dennoch ist Gröner vom Potenzial des Standortes überzeugt. In seinem Auftrag hat Rainer Kuchenbrod das Quartier rund um den Standort in der Möllendorffstraße genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: In diesem im Westen an Friedrichshain und Prenzlauer Berg grenzenden Teil Lichtenbergs herrscht eine rege Nachfrage sowohl nach kleinen, bis 60 m² großen Wohnungen wie auch nach größeren Einheiten ab 120 m².
Genau das sind die Formate, die in dem Lichtenberger Lofts getauften Projekt realisiert werden sollen. Das 18.000 m² große Fabrikgelände in unmittelbarer Nähe des Rathauses Lichtenberg soll zu einem hochwertigen Wohnquartier umgebaut werden. In dem Anfang der 1970er Jahre erbauten Büroriegel an der Ecke Möllendorffstraße/Normannenstraße, sind auf einer Nutzfläche von 3.100 m² Apartments geplant. Der triste Bau soll entkernt werden und zwischen 50 und 68 m² große Wohnungen mit Einbauschränken und –küchen sowie Balkonen erhalten: „Das hässliche Entlein hat mich sofort inspiriert“, sagt Gröner selbstbewusst.
Vom hässlichen Entlein inspiriert
Im alten Fabrikgebäude mit der weißen Klinkerfassade sind dagegen auf 12.450 m² Nutzfläche großzügige Familienwohnungen geplant. Mit dem Umbau will Gröner so bald wie möglich beginnen, denn er hat bereits einen institutionellen Anleger an der Angel, der die Wohnungen erwerben möchte. Noch aber ist der Vertrag nicht in trockenen Tüchern und die Baugenehmigung nicht erteilt. Beim Bezirk freut man sich jedenfalls über das Engagement des Projektentwicklers und will so schnell wie möglich alle nötigen Schritte in die Wege leiten.
Etwa 30 Mio. Euro sollen in der ersten Bauphase investiert werden, die bis 2011 abgeschlossen werden soll. Neben dem Umbau des Bürogebäudes und der Fabrik plant Gröner noch einen Neubau anstelle eines modernen Produktionsgebäudes auf dem Grundstück. In der zweiten Phase sollen für weitere 15 Mio. Euro außerdem eine Blockrandbebauung mit 60 Wohnungen realisiert werden sowie ca. 40 Einheiten in neuen Stadtvillen entstehen. Davon, dass sich für um die 8 Euro/m² nettokalt ohne weiteres Mieter finden lassen, ist Gröner überzeugt. Zwar liegt die Durchschnittsmiete in Lichtenberg laut Baustadtrat Geisel lediglich bei 5,60 Euro/m², doch in attraktiven, zentrumsnahen Lagen lassen sich nach den Recherchen der Entwickler durchaus zwischen 7,26 und 9,30 Euro/m² erzielen. Und auch um mangelnde Nachfrage macht sich Gröner keine Sorgen. „Leute, die Kinder bekommen und vorher in Prenzlauer Berg oder Friedrichshain gewohnt haben, ziehen gerne hierher“, ist er sich sicher. Baustadtrat Geisel pflichtet ihm bei: Als er noch Single war, habe er auch in Prenzlauer Berg gewohnt, als Familienvater hat es ihn später nach Lichtenberg gezogen.“